Montag, 3. August 2009

von Texas und grossen Wohnzimmern

Heute frueh habe ich, nachdem der Gabelstapler endlich eingetroffen war, in Denton Texas auf einer kleinen Pflanzen-Farm entladen. Um auf das Gelaende drauf zu kommen musste ich erst meine Trailer-Achsen ganz nach vorne schieben, damit ich mit dem Trailer um die Ecke kam.
Bei solch engen Customern hat so mancher Buddy Schwierigkeiten, wenn sein Wheelbase zu lang ist. Der Sleeper meines International ist ja, wie schon erwaehnt, laenger als beim Bison Volvo, allerdings gibt es echt Buddys hier in den Staaten, deren Trucks uebertreffen das bei weitem, da ja die Gesamtlaengenbegrenzung auf 23m in Canada mehr nicht zulaesst. Hier in USA sind manchmal halbe Wohnungen als sleeper auf den Trucks unterwegs.

Mein Truck von Winnipeg Motor Express.















Dieser Kenny bietet jedenfalls genug Platz fuer ein Paerchen und ihre zwei Hunde.

Der laeuft nicht nur auf den Steers auf Supersingles, sondern auch auf den Drives und Trailerachsen, da aber mit den Massen 455/55 R 22.5.













Mein Steak hab ich gestern Abend auch noch bekommen.

Sonntag, 2. August 2009

Texas und canadische Erdbeeren

Viele von euch werden sich fragen, was machen eigentlich Amperebear`s Maedels wenn er in Texas unterwegs ist ?
Na sieht man ja. Die gehen aufs Erdbeerfeld und pfluecken fleissig die roten Fruechte. Natuerlich haben sie mir auch welche davon uebrig gelassen. Einfach lecker.

Ich bin hier inzwischen in Texas angekommen und werde heute Abend ein Texas-Steak probieren.
Vielleicht gibts dazu Konny Reimanns BBQ Sauce, der wohnt hier ja ganz um die Ecke.
Ein kaltes Bier waere ihm aber bestimmt lieber. Hier ist es zur Zeit sonnig und sehr warm bei 36 Grad Celsius, welche aber im gut klimatisiertem Truck gut auszuhalten sind. Wenn man allerdings aussteigt ist das wie der Schlag mit dem Hammer vor den Kopf.





Montag, 27. Juli 2009

Washington State und seine Policecars

Als ich an der Stadt Seattle im U.S. Bundesstaat Washington vorbei kam, dachte ich noch so bei mir, das ist wohl eine Gegend, durch die unsere Kollegen aus Ost-Canada wohl nur selten kommen.
Auf der Interstate 5 ist fuer Trucks ein speedlimit von 60 mls erlaubt, kleinere Fahrzeuge duerfen hier schneller fahren.
Uebertreiben sollte man es mit seiner Geschwindigkeit aber auch nicht. Ich habe so einige Cops auf dem Mittelstreifen mit der Laserpistole gesehen. Die wiederum erinnerten mich an Officer Juergen, zumal ich gerade in der Naehe von Shelton war, was etwas nord-westlich der Stadt Olympia liegt.

Wer aber ist Officer Juergen ?
Juergen ist der owner eines alten Chevrolet Caprice 9C1 Policecars. Dieser Wagen tat damals seinen Dienst in Shelton, WA, bei der Shelton Police. Juergen hat diesen Wagen irgendwann mal gekauft und arbeitet seither daran den Streifenwagen so originalgetreu wie moeglich zu erhalten. In seiner Heimatstadt Mettingen (Kreis Steinfurt) ist Juergen schon bekannt wie ein bunter Hund, verstaendlich wie ich finde, so ein Wagen faellt in Deutschland ja auch auf mit einer Code3 Bar auf dem Dach und der passenden Sirene, welche natuerlich nur auf den Treffen funktioniert, die er mit seiner Crew anfaehrt.
Kabel1 hat ihn damals auch ins TV gebracht. In diesem Video ist er und ein paar andere US-Car Begeisterte zu sehen.


Sonntag, 26. Juli 2009

Mountain Driving

Letzte Woche bekam ich eine schoene Tour mit einer Reeferload nach Washington State in die USA, also quer durch die Rocky Mountains in British Columbia (Canada) richtung Vancouver, immer den Trans-Canada-Highway 1 entlang.

Hier machte sich meine Erfahrung im Downhill Driving der europaeischen Alpen bezahlt, die ich noch in Zeiten ohne Retarder und ohne Motorbremse mit einem alten Scania 112 sammeln konnte.

In Nord America gibt es in den Trucks groesstenteils nur Trommelbremsen und eine Jakebrake (Motorbremse), entsprechend faehrt man hier die Berge runter. Kommt man mit seinem Truck auf der naechsten Scale (Wiegestation) mit heissen Bremsen an, ist wohl erstmal ein Ticket faellig. Das gleiche blueht einem natuerlich auch, wenn man an den Brake-Check Plaetzen einfach vorbei rauscht, weil man meint, mit seinen Bremsen wird schon alles ok sein. Also immer schoen raus zum Bremsen checken und dann mit eingeschalteten 4-way-flashers (Warnblinker) slowdown den Berg runter, damit niemand auf einer Runaway-Lane enden muss oder sich gar voellig ungebremst ins Unglueck stuerzt, nur weil das Gewicht eurer Ladung der Anziehungskraft der Erde folgt.


















































Freitag, 17. Juli 2009

What´s Up Now - Can Drive ?

Aber sicher, seit nunmehr zwei Wochen kann ich wieder mit dem Truck auf die nordamerikanischen Highways. Letzte Woche habe ich eine "Assigned Unit" bekommen, was soviel bedeutet wie ein festes mir zugeteiltes Fahrzeug, welches von niemand anderem als mir gefahren wird. Der International Eagle wird von einem 6 Cyl. Caterpillar Motor angetrieben während seine Leistung (430hp) über ein 13 speed Getriebe von Eaton/Fuller, natürlich unsyncronisiert, an die Hinterachsen transportiert wird.
Die Cabine wirkt vorne etwas kleiner als beim Bison-Volvo dafür ist der Sleeper entschieden grösser. Das Obere Bett hat in etwa die Masse des heutigen Actros jedoch ist die Matratze bei dem nicht so dick wie im International. Mein unteres Bett ist noch grösser, genau wie der Kühlschrank in dem Truck, da kommen auch die Freightliner nicht ran, die ich bei Bison fuhr.
Meine erste Tour fuer Winnipeg Motor Express fuhr ich sofort ganz alleine. Mir wurden die Schluessel in die Hand gedrueckt und dann hiess es nur: Du bist aus Europa, dann kannst du sowas. Von Bison hab ich das anders in Erinnerung aber egal, los ging es. Kein In-Cab-Trainer, der mir sagt was er alles besser weiss - was für eine Wohltat. Die letzte Tour war nicht wirklich aufregend, mal eben nach Iowa und in Nebraska eine Ladung zurück für Saskatchewan. Bordercrossing ging aber auch via Emerson, also erst mal nach Winnipeg zurück und eine Nacht zu Hause schlafen. Im Norden von Saskatchewan kam ich dann mal in den Genuss 30km Gravelroad fahren zu müssen.

Da oben ist schon eine ziemlich einsame Gegend, nur Felder und Wiesen so weit das Auge reicht.
Wenn man jedoch Glück hat, zieht mal einer um und nimmt sein Haus gleich mit. Dann heisst es rauf auf den Seitenstreifen und das Haus vorbeilassen.
In Saskatchewan ist übrigens seit dem 1. Juni 2003 ein Speedlimit von 110 km/h erlaubt, falls nicht anders ausgeschildert.
Hier der Link !
Somit war das meine dritte von mir befahrene canadische Provinz, in der es Rückladung nach Winnipeg gab wo ich jetzt meinen Reset mache.
Nächste Woche kommen weitere Provinzen hinzu, hier gibts noch viel zu entdecken. Am Sonntag gehts mit einem Reefer-Trailer raus in den US-Bundesstaat Washington wo ich eine Tiefkühlladung liefere. Die Border werde ich wahrscheinlich in Vancouver, British Columbia crossen, allein das sind "2 days to go".

Schöne Grüsse aus Canada von einem Fernfahrer, der sich gerade richtig wohlfuehlt.

Samstag, 11. Juli 2009

Somewhere in North America

Jeden Tag haben wir mehr das Gefühl, das unsere Auswanderung die richtige Entscheidung war, auch wenn das mit meinem ersten Job ein Reinfall war.
Diese Woche war wiedermal sehr Erlebnisreich und vorallem sehr nützlich.
"Travel the Country" ist hier etwas, das kann richtig Spass machen. Wir haben uns am Dienstag auf den Weg in die USA gemacht und gleich das angenehme mit dem nützlichen verbunden. Im Texas Road House http://www.texasroadhouse.com/
schmecken die Steaks einfach traumhaft. Ganz passend dazu sind wir im Texas Truck angereist.

In Grand Forks (North Dakota) lachten wir uns ausserdem einen neuen Familyplan mit 2 neuen Cellphones an. Das bedeutet jetzt 1.400 Freiminuten für einen niedrigen monatlichen Grundpreis.
Damit bin ich dann auch nicht mehr auf die Telefone im Truckstop angewiesen, wenn ich mal den Broker oder in der Company anzurufen habe.

Auf dem Rückweg nach Winnipeg habe ich dank des Nominee-Programms anstandslos ein neues Workpermit bekommen. Wer hier erst in Canada sein PNP beantragt hat im Fall einer Entlassung damit schon schlechtere Karten, da häufig der Name des ersten Employers auf dem Letter of Approval vermerkt ist und man damit normalerweise kein WP für eine andere Company bekommt, es sei denn er hat das Glück und findet eine Company mit LMO. Ich habe nun einen Job bekommen, wenn auch nicht unbedingt einen Traumjob aber immerhin einen Job.
Leider ist es nicht erlaubt, an der Border Fotos zu machen aber es gibt ja auch noch das Manitoba Welcome Center, was ja auch einen schönen Hintergrund abgibt.
Genauso verhält sich das natürlich mit dem Pony Corral in Winnipeg.
Dort gibt es fahrbares Blech aus allen Jahrgängen zu sehen, welches sich kurz vor Anbrechen der Dunkelheit auf den Weg in die Innenstadt macht, um dort am allwöchentlichen Sunday Night Cruising teilzunehmen.
Wir waren bereits ein paarmal dort und haben festgestellt das ein Platz an der Portage Avenue die beste Location bietet, um genüsslich auf dem Tailgate des Pick up´s sitzend seinen Kaffee von Tim Hortons zu geniessen.
http://www.timhortons.com/

Selbst Liebhaber von deutschen Fahrzeugen können hier auf ihre Kosten kommen. Dieser gelbe VW Bus mit Westfalia Ausbau wurde in den 70ern in unserer alten Heimat ausgebaut. Die Westfalia Werke gibt es noch heute in Rheda Wiedenbrück.
Für die heutige Zeit ist das schon ein sehenswertes Fahrzeug somewhere in north America.
by the way: Gestern Abend habe ich einen Trailer in Pine Falls, MB übernommen, mit dem ich am Sonntag schon wieder in die USA starte. Nur mal am Rande: Cat Motor, Fuller 13 speed Getriebe und das alles im roten Truck.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Happy Birthday Canada

Heute ist Canada-Day !

O Canada !
Our home and native land !
True patriot love in all thy sons command.
With glowing hearts we see thee rise, the true north strong and free !
From far and wide, O Canada, we stand on guard for thee.
God keep our land glorious and free !
O Canada, we stand on guard for thee. O Canada, we stand on guard for thee !

http://www.pch.gc.ca/pgm/ceem-cced/symbl/MP3/O-Canada-eng.MP3

So wird am heutigen 1. Juli hier in Canada überall die Hymne gesungen. Canada wird heute 142 Jahre alt. Dieser Feiertag erinnert daran, wie Canada durch den British Nord America Act zum 1. Juli 1867 als Bundesstaat des britischen Commonwealth gebildet wurde. 1879 wurde der 1. Juli offiziell zum Feiertag erklärt und Dominion Day genannt. Der Name des Feiertags wurde am 27. Oktober 1982 in Canada-Day geändert und dieser wurde ab 1983 dann jedes Jahr unter seinem neuen Namen gefeiert.
Heute wird der Canada-Day in allen Provinzen gefeiert und als arbeitsfreier Tag von fast allen Arbeitgebern unterstützt, nur einige Fernfahrer sind froh, wenn sie an diesem Tag ihre Feiertagszulage kassieren dürfen und gehen lieber "on the road".

In der Provinz Quebec (französisch) gibt es an diesem 1. Juli sogar noch ein Ereignis mehr. Die meisten Mietverträge dort laufen an diesem Tag aus und deshalb kommt es dazu, das der Grossteil der Bürger in Quebec am gleichen Tag umzieht. Für einige soll das so eine Art Volkssport geworden sein, denn die ziehen jedes Jahr woanders hin.

Auch hier in Winnipeg wird heute ausgibig gefeiert. Genau wie in allen grösseren Städten gibt es Live-Music und haufenweise Menschen auf den Strassen, welche in Rot-Weiss gehüllt an den Feierlichkeiten teilnehmen. Flaggen und Fähnchen gibt es überall in der Stadt zu sehen. Deutschland im Fussballfieber ? Das ist garnichts dagegen. So eine Euphorie und Staatstreue gibt es in Deutschland doch garnicht. Hier ist man dabei, egal ob auf der Strasse oder zu Hause in aller Stille. Jeder gedenkt hier dem Land in dem er lebt und das ist gut so.

Herzlichen Glückwunsch Canada !

Samstag, 27. Juni 2009

Easy repair - low price

Es geht nichts über ein zuverlässiges Fahrzeug, die Vorraussetzung dafür liefert natürlich eine gute Wartung zu termingerechten Service-Intervallen. Leider war das in Deutschland nicht, oder nur eingeschränkt möglich, da Modelle wie der F-250 in den Ford Werkstätten bedingt durch fehlende Ersatzteilversorgung von einem Service ausgeschlossen sind. Also blieb nichts weiter, als die privaten Schrauber anzusteuern, die wussten schliesslich was Phase ist an so einem Ami. Ist ja auch Lachhaft, wenn deutsche Autohäuser ihre brandneuen Modelle des Pick-ups aus Fern-Ost präsentieren, während ein alter Ami die Kunden in die Werkstatt strömen lässt, weil dort 8 Zylinder ihren Sound durch ein offenes Rohr entweichen lassen. Tja liebe Verkäufer, willkommen in der Realität.
Hier in Canada sieht das ganze schon etwas anders aus. Light-Trucks sind hier Standart und entsprechend grösser ist auch das Platzangebot in den hiesigen Shops.

Als ich neulich auf dem Perimeter-Highway unterwegs war, blockte plötzlich der Drehzahlbegrenzer ab 2000 rpm und damit ist auch mit den besten V8 Motoren keine Leistung mehr zu erreichen. Also gings im cruising-speed, das heisst ohne viel Gas zu geben, in die Ford Werkstatt, in der ich bereits eine Kundennummer hatte, weil ich ja nach der Zulassung des Trucks in Canada schliesslich einen neuen Plate-Holder für den vorderen Bumper brauchte und Ford den auf Lager hatte. In Texas brauchen die sowas ja garnicht, da wird ohne vorderes Kennzeichen gefahren.
Der nette Werkstattmeister erkannte meinen Truck gleich wieder und liess kurzerhand den Bordcomputer auslesen. Damit wurden dann auch alle Fehler gelöscht, die ich in Deutschland nicht hatte löschen können, da sich wie schon erwähnt, Ford dort lieber mit den asiatischen Modellen rumplagt. Ein ganz erheblicher Fehler war sofort ermittelt und auch die anschliessende Probefahrt des Fachmanns brachte Gewissheit: Der Nockenwellensensor (camshaftsensor) war defekt und liess den Computer glauben, das irgendwas mit den Nockenwellen nicht in Ordnung war. Daraufhin blockte das System eine höhere Leistungabgabe des Motors um weitere Schäden zu vermeiden. Der Sensor war schnell gewechselt, so das bei einer zweiten Probefahrt die 250 Pferde wieder freigelassen werden konnten.

Schnell noch die Rechnung begleichen, dachte ich, aber was war nun wieder ? "Lass stecken" , so die gut gelaunte Service-Kraft, "that´s a recall you don´t have to pay for that." So so, ich sollte also keinen Cent dafür zahlen, obgleich allein das Auslesen des Computers hätte $99.95 kosten sollen, aber das ging laut dem Shop-Manager alles auf die Warranty. Zur Erinnerung: Der Truck ist von Baujahr 1999 und wurde 2001 zuerst in den Verkehr gebracht. Gibt es in Deutschland eigentlich noch Garatie für ein 10 Jahre altes Auto oder scheuchen die euch damit vom Hof wenn mal nach der Garantie gefragt wird ?

Nun ja, aus eben diesen Gründen wollte ich mich auch verbessern und den Service dort geniessen, wo es noch Service ist. Mit den Nummernschildern ist das ja ähnlich. Während man in Deutschland schon froh ist, wenn man seine Initialen in die Mitte seines Kuchenblechs bekommt, steht einem hier jede Wort- oder Zahlenkombination zur Auswahl, die man gerne hätte, solange es frei ist und nicht beleidigt oder rassistisch ist.
Für nur $105 haben wir auch zwei dieser personal-license-plates bestellt und diese nach 2 Wochen mit unserem Namen drauf per Post erhalten. Ich wette, Toby aus Florida würde dieses Design an seinem F-150 lieben, doch haben die dort ein anderes Hintergrundbild auf ihren plates, die Orange unter dem Namen würde sich aber ganz sicher auf so einem vanity plate gut machen.
Wie, ihr kennt Toby nicht ? Enjoy the video.

Sonntag, 21. Juni 2009

Good News - Bad News

Es gibt Neues zu berichten und das ist auch nicht gerade schön.
Nachdem Frank Flasche mich im office der Safety Abteilung von Bison angeschwärzt hatte, ich sei ein unsafe Driver, zu schnell und blah blah blah, (105km/h in a 75mls Zone), 100km/h ist schliesslich Company Speedlimit, das muss man als Deutscher schon genau nehmen. Ach, was hat diese Flasche geprahlt, mit Sprüchen wie, ich wünsch' dir alles Gute aber ich konnte nicht anders, hat er seine Wutausbrüche entschuldigt. Als Führungsperson in derartigen Unternehmen wohl gänzlich ungeeignet, zeigt sich hier die Company Bison Transport von ihrer besten Seite. Pfui Teufel !
Was Bison Transport ihren Fahrern versucht beizubringen, soll zwar den Safety Rules gerecht werden, aber wie soll das funktionieren mit solchen Trainern?
In der Ausbildung dieser Company wird exakt erklärt, warum Bison zum Beispiel einen Abstand von 7 Sekunden zum Vordermann vorschreibt, während die canadischen Rules von 5 Sekunden Abstand sprechen. Safety steht hier eben an oberster Stelle, so zumindest die Firmenphilosophie.
Die Firma Bison hat meinen Vertrag kurzerhand aufgelöst, in dem sie mir "Safety related issues" vorwarf und mich entlassen. Nun ja, ich habe eben nur das getan, was im DRG ausführlich beschrieben steht. Ich habe am Gefälle den Truck etwas rollen lassen um die Energie zur nächsten Steigung ausnutzen zu können. Dabei hatte ich mehrmals mit 105 km/h ein overspeed, da laut Bison-rule auch in den USA nur max. 100 km/h erlaubt sind, weshalb die da auch die Langsamsten sind (speedlimit 75 mls in einigen U.S. states). Auf gerader Strecke wäre ein zu schnell fahren auch kaum möglich, die Bison-Trucks sind auf max. 100 km/h begrenzt. Nochmal langsam für alle Langsamdenker: Ich habe nirgendwo die zulässige Höchstgeschwindigkeit übertreten. Das ist nur eine Company Regel. Mein erster Training-Truck war sogar schon mit 95 km/h begrenzt, dort waren dann eben 100 km/h downhill schon overspeed. Ach ja, ich hätte doch bremsen können um nicht über 100 km/h recordet zu werden, also keine Spur vom verschleißfreien Fahren hier.
Ich persönlich denke aber, das die Gründe meiner Entlassung ganz wo anders liegen. Die Firma Bison Transport halte ich nach wie vor für ein sehr gutes Unternehmen, jedoch sind einige ihrer In-Cab-Intructoren nicht mehr wert als das Klopapier im Waschraum. Vielleicht ist das auch wieder ein Resultat daraus, weil für diesen Job kaum noch Leute zu bekommen sind und Bison so dringend neue Instructors sucht.

Einer meiner ganz speziellen "Freunde" dieser überaus wichtigen Menschen ist der Schwabe Holger Menzel oder einfach dumbass.
Momentan spamt er ja gerade mal wieder sämtliche Internet-Foren mit Lügenmärchen voll. Nun gut, hier ein paar Einzelheiten über seinen Groll auf mich:
Während unserer Vorbereitung zur Auswanderung gab Holger Menzel mir jeder Zeit brauchbare, oder wie sich später herausstellte auch weniger brauchbare, Infos. Als Gegenleistung für seine Dienste sollten wir ihm und seiner Frau diverse Materialien aus Deutschland im Container mitnehmen. Darunter 17 deutschsprachige neue Bücher, 1 Umzugskarton Tempotaschentücher und diverse andere Gegenstände. Holger lud uns, bis wir in Winnipeg eine Bleibe gefunden hätten, zu sich in die Wohnung ein, damit wir nicht auf ein Hotel angewiesen wären. Drei Wochen vor unserem Flugtermin sagte er uns ab, wir sollen doch sehen wo wir bleiben. Das wir auf dem ganzen Krempel sitzen blieben ist wohl klar, das liegt hier jetzt alles im Keller.
Nachdem ich dann meinen Dienst bei Bison antrat, kamen immer mehr Fahrer auf mich zu, die schon ähnliches oder die gleiche Geschichte mit Holger Menzel (dumbass) erlebten. Sicherlich waren nicht alle seine Infos über Bison schlecht, dennoch war viel gefährliches Halbwissen dabei.
Ich will den Kollegen Holger Menzel (dumbass) hier nicht so arg durch den Kakao ziehen, deshalb schreibe ich auch nicht alles über ihn. Er kann jedem ein guter Freund sein, solange man nach seinen Regeln spielt. Aber wehe dem, man kennt Leute, mit denen er nichts zu tun haben will, dann ist es aus mit Freundschaft und er streitet alles was passiert ist ab.
Wer gut schmiert, der fährt ja bekanntlich auch gut. Ob es aber der Firma Bison nützt lasse ich gerade bei seinen bisherigen von ihm verursachten Schäden, (Trailertür abgefahren oder rückwärts in einen Truck reingefahren) mal dahingestelt.
Nun bleibt jedem von euch selbst überlassen was man Holger Menzel (dumbass) glauben kann und was nicht. Wer im Internet mal googlen möchte, er hat verschiedene Nicknamen: Schwabe in Canada, Black Devil, 36840 is my truck, can-drive, fahren in canada, Blackbear.
Hier mal ein screenshot aus dem nicht mehr existenten Route66 Forum.

(einfach auf das Bild klicken.)

Ich werde Holger Menzel (dumbass) wohl ignorieren muessen, dieser Blog soll schließlich der Information dienen, deshalb werde ich mich nicht auf die gleiche Stufe setzen wie er dies tut.
Also auf zu neuen Taten, seit gespannt was hier Job-Technisch noch so geht.
Noch so am Rande, ich habe letzte Woche bei Jade einen Roadtest auf einem Peterbilt 379 mit 18 speed Fuller und Tanktrailer absolviert. Mal sehen wie sich das dort entwickelt. Vielleicht ein Welcome in the World of beautiful Trucks?
So wie auf den Bildern werde ich aber auf jeden Fall nicht enden wollen. Ich halte mich nach wie vor an die speedlimits und bleibe Safe.



Freitag, 12. Juni 2009

Hummerklau in Winnipeg

Lobster instead of Hummer
Von der englischen Übersetzung ins deutsche heißt der Hummer natürlich Lobster, kriecht auf seinen Scheren und rollt nicht auf Alufelgen, bestückt mit Super Swampers. Ein Schelm wer Böses dabei denkt und doch wurde dem Tier allenfalls das Leben geklaut und nicht der eigene Hummer, denn das ist eine ganz andere Geschichte bei der so manche Schere schon schnipp und auch schnapp, und den gestohlenen Hummer, auch wenn der Schmuck in diesem Fall blau war, den Lobster zum Flege-Fall machte. Das aber kann derjenige ja nicht wissen, welcher sich beinah mal Gustl a Fuß abreißen lässt, weil er eben mal meinte, die Versicherung bescheißen zu müssen. Wie wäre es denn dann mal mit Hummer aus Thailand ?
Ach du Schreck vor lauter Uhrengeticke vergaß ich beinah dem Tier von den billigen, zweibeinigen, selbstlaufenden Importen zu erzählen. Da lass ich den Schmuck doch besser am Hals des Selbstläufers bevor der Uhrensammler vor der Tür steht oder gar abhanden kommt, weil die MPI "no daubt" schreit.
Ich werfe den Lobster besser schnell in den vor sich hin köchelnden Kochtopf.


Frohes Hummer Essen allerseits,
und haut den Schmuck ruhig auch mal in die Pfanne !