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Montag, 4. April 2011

The World is even small - Amperebear meets Erik Boattail

Dieser Post koennte auch heissen Blogger trifft Blogger, was aber viel zu allgemein waere. Wer mein Blog regelmaessig liesst, der kennt natuerlich auch das Blog von Erik. Der aus den Niederlanden kommende Trucker dreht bei H&R aus Lethbridge Alberta am Lenkrad und ist ausserdem bei den deutschen US-Car-Fans kein Unbekannter. Etwas erstaunt war ich allerdings darueber das er gebuertiger Australier ist was aber auch wieder zeigt, das die Welt echt klein ist, wie er selber sagt. Wir haben uns leider nur ganz kurz und rein zufaellig auf dem Flying J in Calgary getroffen. Ich wollte eigentlich nur meine Papiere fuer das Bordercrossing zum Broker faxen als ich Erik in der ersten Reihe stehen sah. Nach einem kurzen Smalltalk und natuerlich den obligatorischen Bildern fuer das Blog wendeten wir uns beide wieder unserer Arbeit zu, Trucking !
Fuer mich ging es mal wieder mit einer Ladung Gefahrgut nach Los Angeles in Californien.

Kurzer Blick auf Vulcans Raumschiff, aha der Fruehling kommt langsam auch zu den Vulcaniern. Kaum noch Schnee unter dem Sternen-Cruiser.


Wird ja auch mal Zeit, der Winter ist schliesslich lang genug. Koennte man Schnee und Kaelte verkaufen waeren die hier alle reich. Nun ja, so sind sie immerhin reich an der winterlichen Erfahrung.

In Idaho lag auch noch jede Menge von dem weissen Zeug. Gerade als ich in Idaho Falls auf der 2Meter Frequenz des nationalen Wetterdienstes der Vorhersage fuer die Region lauschte, meldeten die starke Schneefaelle fuer Montana und Alberta. Na da hatte ich aber Glueck das Erik und ich uns nicht in Calgary festquatschten, der Highway faehrt sich naemlich im trockenen Zustand am Besten.

Das blieb dann auch so, bis ich in Utah meine wohlverdiente Nachtruhe einlegte. Am naechsten Morgen traute ich meinen Augen kaum, es hatte ueber Nacht nassen Pappschnee runtergehauen der dann fast einen halben Meter hoch auf meinem Truck lag.
Die naechste Ueberraschung wartete dann in Las Vegas auf mich. Meine treuen Blogleser erkennen natuerlich sofort was auf dem Bild nicht stimmt. Der Flying J ist verschwunden ! Nun hat den niemand mitgenommen, der Betreiber des Truckstops hoert jetzt aber auf den Namen Morton`s. Geaendert hat sich im Truckstop nichts, ausser das ich meine Frequent Fueler Card beim Tanken nicht mehr nutzen kann. Es ist schon ein Wunder das der Wireless Router fuer das Flying J Internet noch aktiv ist. Schade eigentlich, ich war immer gerne hier aber in Zukunft werde ich meine Fuel Stops wohl anders planen.
Vom alten Personal war niemand mehr da, alle wurden ausgetauscht. Etwas enttaeuscht setzte ich dann meine Fahrt nach Californien fort.

Mein staendiger Begleiter auf dem Beifahrersitz hoert auf den Namen Electronic Logbook und erspart mir das laestige Striche ziehen mit dem Lineal auf dem Papier. Tja Dirk, wenn du dort jetzt gesessen haettest, dir waere bestimmt das gruene Strassenschild aufgefallen. Aber da Stefan auch noch nicht in Califonien ist, muss ich dort mein Steak eben mal wieder allein essen.



Freitag, 17. Dezember 2010

December Trips

Da ist man mal so richtig busy und gleich hagelt es reihenweise e mails von Freunden aus Deutschland und Oesterreich, die mich daran erinnern, mal wieder was in mein Blog einzustellen. Vielen Dank ganz speziell an Carsten, Dirk, Juergen, Tobi und Steve.
Der Winter hat uns hier fest im Griff und die Kaelte ist, um so weiter man in den Norden trucked, arktisch. Dieses Gefuehl hat man vor allem wenn man im Wind steht und einem bei jedem Atemzug die Nase einfriert.

Ich hab diese Erfahrung ja jetzt auch
mal machen duerfen und bin mit
einer
Ladung Rohre (drill pipes) auf dem Dry Van von Nebraska ueber
Winnipeg nach Yellowknife hoch gefahren. Die Ice Road war leider noch nicht fertig, schade eigentlich. Aber was solls, wenn die fertig ist
faengt die sowieso erst hinter der Stadt an. In Yellowknife hab ich auch entladen. Jetzt weiss ich auch wo der Schotte seinen Laden hat aber fast 20 bucks fuer eine kleine Combo halte ich fuer etwas uebertrieben. Den gleichen
Betrag kann man auch in USD zahlen wenn man moechte. Gleich nach der Entladung bin ich leer bis Innisfail, Alberta zum Laden runter gefahren.

Ich dachte mir bevor ich hier wieder die gesamte Leserschaft mit der Niederschrift eines langweiligen Trips nerve, liste ich mal kurz auf was ich diesen Monat so getan habe. Ich lese ja auch gerne die Blogs meiner Kollegen und so kam ich darauf mal eine Google Monatskarte einzustellen.

Ich beginne also den Monat, oder sagen wir mal, ich beende den November, mit dem Start in Calgary, Alberta nachdem ich dort 3 Tage auf eine Ladung wartete. Danach konnte ich mich vor lauter Arbeit nicht mehr retten.

Calgary, AB - Colorado Springs, CO
full Dry Van load.
Colorado Springs, CO - Norfolk, NE
empty

Norfolk - Winnipeg - Yellowknife, NT
full Dry Van load (drill pipes)

Yellowknife - Innisfail, AB
empty

Innisfail - Winnipeg, MB
full Dry Van load (Pet Food)

Winnipeg - Portage la Prairie, MB
empty

Portage - Chicago, IL
full Reefer load (fresh meat)

Chicago - Jefferson, WI
empty

Jefferson - Winnipeg, MB
full Reefer load (Pet Food)

Winnipeg - Richer, MB
empty

Richer - Knoxville, TN
full Dry Van load (peat moss)

Knoxville - Lousville, KY
empty

Louisville - Mississauga, ON
full Dry Van load (1 piece)

Mississauga - Winnipeg
full Dry Van load (general
Merchandise)

Winnipeg - Philadelphia, PA
full Dry Van load (Grain)

Ist doch auch Langweilig oder ?
Also doch lieber ein paar Bilder einstellen, vorrausgesetzt die bloede Cam funktioniert auch. Wird wohl bald Zeit fuer eine neue. Dann ist auch der Schnee wieder weiss und nicht blau, die Trucks fahren auf dem Highway und liegen nicht in der Ditch, und die
Trucker sitzen hinter dem Lenkrad
anstelle eines bellenden Vierbeiners.

Ob es wirklich an der Cam liegt ?
Aber mal ehrlich, geht euch das auch
so ? Immer gerade dann, wenn man das Teil braucht weil es mal was zu sehen gibt, sind entweder die Batterien leer oder die Speicherkarte ist voll. Dabei faellt mir immer auf was ich am Vortag so vergessen habe.


Neulich hat mich eine Freundin gefragt ob es in Canada auch Gluehwein gibt, klar gibt es den. Das war die Idee. Sonntags hab ich gleich eine Flasche im Superstore eingekauft und damit bei einer Bekannten in Winnipeg die Plasticbecher gefuellt. Ende des Abends: Flasche leer - Freundin voll. Leider bleibt mir nicht viel Zeit fuer solche privaten Fuseleien denn ich muss den Winter durch die Scheibe meines roten International Trucks betrachten. Dank einer gut funktionierenden Heizung brauche ich darin auch keinen Microwave Vino aus dem Superstore zum aufwaermen meiner Selbst.
Nun hab ich noch was vergessen, ich hab noch garnicht erwaehnt das ich schon wieder eine Rueckladung fuer Winnipeg auf dem Trailer habe.
Dispatch bekam Feuer vom Boss und sucht derweil schonmal eine Anschlussladung nach Florida fuer mich raus. Mal schauen ob es klappt, dann weiss ich aber wer sich in Orlando freut.

So das sollte erstmal reichen, jetzt wisst ihr alle das ich busy bin und mein Cat 24/7 durchgehend Diesel verbrennt ausgenommen Bordercrossings und Fuel Stops.
Google errechnet mir bis jetzt 21.000 gefahrene Kilometer. Ich komme laut Trip-Envelopes auf mehr, was aber auch am Citydriving und den addierten privaten Fahrten liegt. Guter Durchschnitt fuer einen Monat der noch nichtmal zu Ende ist.

Mittwoch, 22. September 2010

Truckin` Trans Canada Highway Saskatchewan

Dieser Verkehr in Saskatchewan`s Rush Hour ist doch immer wieder erstaunlich.
Hier ein kurzes Intermezzo aus Calgary / Winnipeg including 4 drops in 13h Fahrzeit. Da hat mir doch neulich ein Kollege einen Witz erzaehlt: Warum sind Bison`s Freightliner Trucks auf dem Highway rueckwaerts schneller unterwegs als vorwaerts ?


Die Antwort ist einfach, die haengen am Tow Truck !




Mittwoch, 21. Oktober 2009

Alle Wetter !

Sonnenschein, Thunderstorm Warnungen und plötzliche Wintereinbrüche gehören hier in Nord-America um diese Jahreszeit zum Standartprogramm. Ich bin mittendrin statt nur dabei, während ich mit meinem roten Truck durchschnittlich 3.300 Meilen in der Woche hinter mir lasse. Der letzte Trip war auch wieder so ein Kracher, runter nach Texas, dann über Arkansas und Missouri rauf nach Saskatchewan und weiter an die Küste von British Columbia. Allein auf dieser Tour fuhr ich 7021 km und habe incl. Mountaindriving und overnightidling ca. 2900 Liter Diesel verbraucht, was einen Verbrauch von 41,30 l/100km ergibt. Mehr Diesel spart hier übrigens, wer entweder die entsprechende Zusatzheizung im Truck hat, oder wer Nachts friert. Bei einem Idle-Speed von 850 bis 900 U/min schläft es sich aber ganz gut und ausserdem stellt die leicht erhöhte Motordrehzahl den Öldruck sicher. In der Werkstatt war ich auch und habe meine bestellte Frontscheibe bekommen. Jetzt gibts endlich wieder Bilder ohne den hässlichen Riss in der Scheibe.


Starke Regenfälle in Little Rock, Arkansas, und es hörte einfach nicht auf zu regnen. "tons of water" nannten die U.S. truckers das, was hier auf dem Bild noch harmlos aussieht.

Ab Kansas City fielen die Temperaturen dann unter den Gefrierpunkt und was Streckenweise zu Black Ice führte und somit einige Unvorsichtige Autofahrer in the Ditch verfrachtete.
Auch in Fargo, Nord Dakota, war es am Abend noch etwas weiss, am nächsten Morgen war auch der Rest Schnee geschmolzen.
Ich fuhr dann über Regina, Saskatchewan richtung Westen weiter. Dort auf dem TransCanada Highway sah es genauso aus. Auf der Strasse war vom Schnee nichts übergeblieben, lediglich der Rest auf den Feldern verwiess auf den kommenden Winter.

In Calgary, Alberta war es dann morgens wieder weiss und ich freute mich schon auf die verschneiten Berge.

Auf dem Weg in die Rocky-Mountains kam es dann aber auch wieder anders, Schneefrei bis an die Westküste.




Die Berge waren schon schneebedeckt, auf der Strasse hörte es aber bereits hinter Calgary wieder auf mit der Schlittenfahrerei.


In Delta, (Vancouver) B.C. am Autohafen. British Columbia ist ja bekannt für sein mildes Klima. Der Pacific bringt nicht nur die Buckelwale, sondern auch erträgliche Temperaturen an die Küste.


Autofähre im Hafen von Delta, BC



Langsam ist es nun also Zeit für die Natur und seine Bewohner, sich auf den kommenden Winter einzustellen.

Ich denke aber, alles halb so wild. Wir haben hier bei weitem nicht den Verkehr auf der Strasse, wie wir das aus Europa kennen, ausgenommen in den grossen Städten.

Das Land ist hier die Ruhe selbst und mir gefällts.














Ricarda hat inzwischen erfolgreich dem ersten Teil des Manitoba Entry Program beigewohnt und auch den anschliessenden Benchmarktest bestanden. Mit diesem wird sie bald die University of Manitoba besuchen. Die Kosten dieser Ausbildung übernimmt die Provinz Manitoba in voller Höhe.
Auch Nathalie kommt in der Schule absolut gut klar. Die englische Sprache spricht sie bereits fliessend und sie hat eine Menge Spass dabei. Das einzig auffällige an ihr seien ihre blonden Haare, so ihre Klassenlehrerin.
Nathalie freut sich jedenfalls schon auf den nächsten Schnee. Dann, so sagt sie, kann sie mit ihren Freunden wieder Schneemänner bauen.