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Dienstag, 29. Juni 2010

Vom WDR und den Bison Märchen

Mein neuer (alter) International Truck. Hier steh ich gerade in South Beloit, Illinois, auf dem Flying J Truckstop.


Da macht das Fahren Spass. Ohne Trailer (bobtail) sind sie manchmal besonders schnell.



Die Firma Schüco produziert ja nicht nur in meiner alten Heimatstadt Borgholzhausen oder im naheliegendem Bielefeld ihre Fenster und Türen, auch hier in den USA sind sie vertreten.


Auch dieser Trucker gibt Vollgas auf der linken Spur. Ich hatte mich schon oft über die Buchstaben WDR auf den Tankern gewundert. Das hat nichts mit dem Radiosender aus Köln zu tun, viel mehr bedeutet das: Waste Discharge Requirements und hat mit der Reinhaltung des Wassers zu tun.
Jeder Transport mit gefährlichen Gütern hat ein entsprechendes Permit mitzuführen. Die UN Nummer ist ja ueberall gleich, also dürfte dieser Trucker (1203) Benzin transportieren.

An meinen Reefer Trailer kann ich sogar einen zweiten Trailer anhaengen. Das nennt sich dann Turnpike Double, erfordert dann einen Schulungsnachweis und dann gehts mit 95 km/h ueber die grossen canadischen Highways.

Als hättet ihr es nicht geahnt, da hab ich doch gleich mal wieder Grund um über die Firma Bison zu berichten.
Das Thema ist zwar genauso langweilig wie die Firma selbst, aber schliesslich haben die damals auch nur einen Grund gesucht mich rauszuwerfen. Ich hab ja damals schon gesagt das leichtes speeding im Sinne der Company Rule kein Verbrechen sein kann. Andere Fahrer sehen das genauso und die fahren gut wie man im Video sieht. Letzten Winter prahlte sogar ein Bison Fahrer damit, das er bei festgefahrener Schneedecke mit seinem Turnpike andere Trucks mit 100 km/h überholt. Jetzt glaube ich ihm das sogar.


Sonntag, 13. Juni 2010

Trip to Ohio and back

Als ich meine letzte Ladung aus Detroit, Michigan in Saskatoon, Saskatchewan, anlieferte ahnte ich noch nichts von meinem naechsten Trip. Alles sah ganz danach aus das ich nach Winnipeg beordert wurde. Nach einem Kaffee auf dem benachbarten Flying J kam dann die Nachricht, in dem mein Dispatch mir eine sofortige Anschlussladung mitteilte. In Saskatoon ? Nein weit gefehlt.
Ich also mit meinem leeren Dryvan Trailer nach Winnipeg und dort einen leeren Reefer
(Kuehltrailer) aufgenommen. Damit ging es nach Neepawa um eine Ladung frisches Fleisch abzuholen. Fleisch laden dauert bei denen immer etwas, darum stellte ich meinen Trailer an die Rampe und fuhr mit dem roten International in die Stadt. Ich wollte ja eigentlich in Winnipeg meinen Fuehrerschein verlaengern aber bei diesen Touren hier klappt das wohl nicht. So ging ich in Neepawa zum oertlichen Autopac office und liess das gleich da erledigen. $60,- und der Lappen war gedruckt.
Puenktlich nach der Mittagspause war dann auch mein Trailer fertig und ich setzte meine Fahrt fort ueber die Grenze in Pembina wo ich dann zur US.amerikanischen FDA Fleisch kontrolle raus fuhr. Noch ein anschliessender Gratis-Kaffee im dortigen Truckstop und weiter ueber Fargo (tanken und Kaffee) zum Tagesziel nach Black River Falls in Wisconsin.
Ich hab am naechsten Morgen dann mal etwas laenger geschlafen und dafuer den morgendlichen Berufsverkehr in Wisconsin Dells mitgenommen. Es war ordendlich was los auf den Highways. Die Ferien hatten soeben begonnen und ausserdem war ja Freitag und alle fuhren ins Wochenende. In Illinois also erstmal raus auf den Flying J in South Beloit und Kaffee nachgetankt. Da man dort ja immer Bekannte trifft, hab ich mich da auch noch festgequatscht. Eine bekannte Canadierin von unserer Nachbarfirma Paramount, (blauer Volvo) war gerade wieder unterwegs zurueck nach Winnipeg und fand es schade das ich sie nicht ein Stueck begleiten konnte. Auch hier in Nord Amerika kommunizieren die Kollegen noch immer ueber CB Radio miteinander und es haette sicherlich gefunkt aber ich musste leider in die andere Richtung. Die Kollegin hatte sich total ueber mein Schild in der Scheibe gefreut und es auch gleich erkannt, da ihr Freund ein gebuertiger Tunesier ist.

Ach erwaehnte ich eigentlich schon das ich dieses Land liebe ? Es gibt doch nichts schoeneres als eine Corvette C4 mit entsprechendem Inhalt. Gesehen hab ich die zwei heissen Fahrgestelle bei Chicago.
Das waere jetzt wieder was fuer meinen Kumpel Martin aus Osnabrueck gewesen, aber der kommt ja unter seiner Corvette nicht weg.




In Chicago setzte sich der Stau dann auch fort und Baustellen sind ja sowieso ein weltweites Verkehrshindernis mit der Ausnahme, in den USA kann ich mit meinem Truck in der Baustelle auch auf die linke Spur. Man beachte das Plate des roten Ford, ganz wie fuer die Fahrerin gemacht.


In Chicago Downtown, (ja ich hab Zeit genug fuer eine Stadtrundfahrt), fuhr ich dann aber rechts ab auf die I94 richtung Indiana.
Dort gings dann auf den Indiana Toll Way, welcher nun auch ganz bequem, aehnlich wie bei den Mautgeraeten fuer Frankreich oder Italien, mit dem E-Z Pass Transponder bezahlt wird.
So ein Ding hab ich ja jetzt auch.
Nach meiner Anlieferung in Salem, Ohio, hatte ich sofort eine Anschlussfracht im 412 Meilen entfernten Terre Haut in Indiana und mir wurde an der Staatsgrenze (wie man auf dem Bild sieht) vom Gouverneur fuer den Besuch seines Staates Ohio gedankt.



Ueber Columbus und Indianapolis erreichte ich schliesslich am Samstag Abend mein Ziel an der Ladestelle.
Irgendwas war allerdings faul an diesem Samstag Abend. Na klar, es war Wochenende und niemand arbeitete in dieser Firma. Also nichts mit live load sondern den Trailer switchen, ein beladener DryVan stand bereits seit Freitag auf dem Firmengelaende, und ab ins 1.700km entfernte Winnipeg. Waehrend ich dieses hier schreibe, lege ich noch einen 36 Stunden Reset ein um mein Logbuch sauber zu halten. Denn wer weiss, in Winnipeg koennte schon die naechste Ladung auf mich warten.
Ich hab uebrigens mal mein Gaestebuch ueberarbeitet und wuerde mich auch weiterhin ueber Gruesse von euch freuen. In diesem Sinne mal wieder ein herzliches Danke Schoen an die Leser dieses Blog.

Sonntag, 14. Februar 2010

Im Norden nichts Neues, im Sueden warm !

Es gibt in der Tat nicht viel Neues aus dem Norden zu berichten. Der Winter hat Canada noch immer fest im Griff und auch das Problem mit einigen deutschen Landsleuten hier ist weder neu noch schoen. Also warum ueber die schlechten Dinge berichten wenn es doch auch was Gutes zu erzaehlen gibt. Dazu gehoert zwangslaeufig auch, das meine Familie und ich die negativen Ereignisse zu ignorieren wissen und uns an den passenden Stellen richtig verhalten.

Seit Weihnachten hab ich inzwischen so einige Trips in Canada und nach Texas sowie Ohio oder Illinois gedreht. Mein Truck stand leider wegen einer Motorueberholung fuer knapp 3 Monate im Shop so das ich in dieser Zeit einen Ersatztruck fuhr. Das Ding hatte ein Eaton-Fuller 10 speed Automatic Getriebe und war dementsprechend langweilig weil es genauso langsam schaltet. Ich war also wirklich froh als ich meinen Truck und damit auch endlich die guten Touren zurueck bekam. Obwohl ich wirklich kein Schwarzmaler bin muss ich eingestehen das es ohne viel Meilen zu fahren kaum moeglich ist mit der Kohle auszukommen, in dieser Firma schonmal garnicht. Aber ich schweife schon wieder ab, manche Trips sind hier ja wirklich schoen.
Ich berichte einfach mal von meinem letzten:

Nachdem sich auf unserem Yard ein ein beladener Reefer Trailer fuer Californien fand, war ich natuerlich der letzte der diese Ladung nicht haben wollte und hatte Glueck. Zur richtigen Zeit an richtiger Stelle bekam ich ihn und faxte sofort meine Papiere zum Broker. Dann die uebliche Procedure, tanken auf den Flying J, coffee to go und los. Naja, bis kurz vor die Border bin ich ja schonmal gekommen, sicherheitshalber hab ich in Emerson noch die DOT-Scale angesteuert um noch mal nachzuwiegen und auf mein ACE zu warten. Meine neue Disponentin scheint es irgendwie nicht zu raffen aber dann 3 Stunden spaeter kam endlich die Nachricht ueber den eingegebenen Trip. Wow !
Na egal, Stau vor der Border kostete mich eine weitere Stunde and last but not least wollten die US. Customs auch noch eine Probe von der Ladung nehmen. Na klasse, noch 2 Stunden weniger vom Tag, dafuer aber wieder ein paar freundliche US Customs mehr kennengelernt.
Macht nichts, dachte ich, und beendete meinen ersten Tag dieser Tour bereits im von Winnipeg aus 360 km entfernten Fargo.
Am naechsten Tag hiess es fuer mich straight ahead east bound bis nach Montana, wo ich in Billings wieder Diesel und Kaffee nachtankte.

Auch in Idaho noch immer etwas Schnee.
Auf dieser Strecke ist das Speedlimit auf 75 mls ausgeschildert. Also Pedal to the Metal, viel schneller laeuft die Muehle sowieso nicht.


Im Bundesstaat Utah gibts die roten Felsen, welche nicht nur Gaby gefallen. Genauso ungewoehnlich ist die Wohnlage da oben.
Flying J in Las Vegas.

Was fuer viele das Zockerparadies ist, ist fuer mich nichts weiter als Arbeit.
Ok, ich bekomme schon was zu sehen, halte es damit aber wie Henk Wijngard. Der hollaendische Schlagersaenger machte mal einen Song darueber in dem es hiess: “So ist mein Leben und so wird es immer bleiben, ich kann die Welt nur durch verstaubte Scheiben sehn.“

Urlaub ist eben doch was anderes.

Eine riesengrosse Stadt mitten in der Mojave Wueste lockt die Leute aus aller Welt in ihre Casinos.

Ich spiel erst garnicht dann kann ich zwar nichts gewinnen, aber auch nichts verlieren.
Stateline nach Arizona.

Der Canyon ist auch gleichzeitig eine Wetterscheide. Als ich den hinter mir hatte war auch der Sommer wieder da.
So hab ich mir Amerika immer vorgestellt.
Weites Land und dicke Trucks.
Das sind dann auch Momente die ich trotz verstaubter Scheiben schaetze.
Hier gibts ein Speedlimit mit 80 mls pro Stunde in der Testphase.

Das erinnert mich an den Kult-Movie “Convoy“ wo es hiess: “und ich kenne keine Stelle in der heiligen Schrift wo es heisst du sollst nicht voll aufs Gas treten.“
Selbst mit drei Trailern bekommen die Kollegen hier noch Fluegel.
Regelmaessige Fahrzeugchecks sind wichtig.
Palmenklima
Long Beach, Californien
Als mein Trailer entladen war hab ich mal nen Abstecher zum Strand gemacht.
Downtown Long Beach, CA

Ist doch echt schoen hier. Im Hafen von Long Beach gibts sogar eine Sehenswuerdigkeit, die Queen Mary liegt hier.
Meine neue Ladung, 14 Palletten mexicanische Erdbeeren, sollte ich bei San Diego bekommen, ganz nah an der mexikanischen Border.
Wer hier zu schnell unterwegs ist muss sich nicht wundern wenn er ein Ticket bekommt. Da ist der California-Bear ganz schnell.
An der Mexico Border gings dann entlang bis nach Yuma in Arizona.
Die haben hier schon eine Menge Angst vor illegalen Einwanderern. An manchen Stellen wimelte es nur so von der Borderpatrol.
In Yuma gabs eine zweite Ladestelle.
Dank meiner neuen Disponentin war auch hier wieder warten auf die Beladung angesagt.
Sie hatte vergessen ein Appointment zu machen. Ich sags ja, wenn man nicht alles selber macht.
Am naechsten Abend konnte das frische Gemuese dann aber verladen werden.
Flying J in Yuma / Arizona.
Wegen schlechten Wetters in der Nacht entschloss ich mich das hier eine weitere Uebernachtung faellig war.


Phoenix / Arizona.

Arizona northbound.
Auch hier wieder Kakteen ohne Ende.

Hier gibts richtig lange Steigungen und Gefaelle. slow down ist hier ratsam.
Von Flagstaff in Arizona ging es dann straight east ueber New Mexico, Texas, Oklahoma nach Missouri.
Irgendeine DOT-Scale ist ja immer offen und Winnipeg Motor Express ist der passende Kandidat fuer eine level 2 Inspection. Das ist zwar nur ein walkaround, der wird aber dank unseres schlechten Rankings immer wieder gerne gemacht.
St. Louis im Sued-Westen von Illinois.
Der Staat Illinois hat jetzt auf den meissten Interstates das alte speedlimit von 55mph auf 65mph erhoeht.
Um die Tollroads in Illinois zu umfahren hab ich den Weg ueber Indiana gewaehlt. Da ich kein Mautgeraet im Truck habe muesste ich die Kohle zuerst aus eigener Tasche vorlegen, ich bin doch nicht die Bank fuer die Company.
In Indiana hab ich dann auch meinen Kuehlschrank wieder mit Lebensmitteln aufgefuellt, von den grossen Supermaerkten gibts hier schliesslich genug und aus irgend einem Grund war mir gerade danach.
In Indianapolis bin ich dann richtung Michigan weitergefahren von wo aus ich dann die Grenze in Sarnia ueber die Blue Water Bridge nach Ontario in Canada ueberquert habe. Die Brueckenmaut ist seit diesem Jahr auch schon wieder teurer geworden. Noch im letzen Jahr hatte ich $ 8.75 bezahlt. Jetzt verlangen die schon $ 12.50. Ich will doch nicht gleich die ganze Buecke kaufen. Bilder gibts davon leider nicht, habe die Border in der Nacht passiert da ich bereits frueh am Morgen einen Liefertermin in Toronto hatte. Vom Start des trips in Winnipeg bis hier nach Toronto habe ich 8.492 km zurueckgelegt.
Jetzt stehe ich in Mississauga (Ontario) und warte auf meine naechste Ladung. Meiner schlauen Disponentin habe ich bereits den Wunsch geaeussert fuer Winnipeg laden zu wollen, wo meine Family auf mich wartet. Anschliessend moechte ich gerne wieder mal ein paar Trips durch Canada fahren, wofuer es auch einen Grund gibt. Dazu aber mehr in einem naechten Posting.

Montag, 7. Dezember 2009

Let it snow, let it snow, let it snow ...

Überraschend kam der Wintereinbruch hier nicht. Es hatte ja bereits im Oktober geschneit und eigentlich waren hier auch alle auf den Winter vorbereitet, mal abgesehen von einigen Autofahrern, die es ja überall fertig bringen bei dem
kleinsten Anzeichen von glatten Straßen ihr Fahrzeug zu schrotten.

Nach einer ganzen Woche Off-Duty zu Hause in Winnipeg ging es auch für mich wieder On The Road.
Im 80 Kilometer entfernten Portage la Prairie übernahm ich eine Ladung für Michigan, welche ich nach 2 Tagen Fahrt anliefern konnte. Bereits zwischen Morris, Manitoba und Fargo, North Dakota schneite es so heftig, dass der Highway in Canada, sowie die Interstate 29 in den USA schneebedeckt waren. In Minnesota machte den Autofahrern dagegen Black Ice (Eisglätte) zu schaffen.

Beim Kunden in Michigan angekommen gab’s gleich nach der Entladung eine Anschlussfracht, welche ich nach Quebec brachte. Die französische Sprache, welche dort gesprochen wird, erinnerte mich sofort an meine Trips nach Frankreich, so dass ich tatsächlich noch ein paar Brocken Französisch heraus bekam. Auch hier in Fermont in Quebec gab es eine Rückladung, welche ich nach Grand Rapids in Michigan transportieren sollte. Die Wetterverhältnisse waren allerdings alles andere als gut. Ich hatte jedoch Glück und kam ohne größere Verzögerungen hinter Sarnia über die Blue Water Bridge wieder in Michigan in den USA an.

Winterliche Überraschung auf dem Truckstop
Das änderte sich aber dann schlagartig, als ich am nächsten Morgen auf einem Truckstop in der Nähe des Customers meine Nachtruhe beendete. In der Nacht hatte es weiter geschneit und mein Truck war trotz des warmen laufenden Motors auf der Haube aus Glasfaserverbundstoff mit einer dicken Decke aus Schnee bedeckt. Ein Blick nach draußen über den Parkplatz machte es nicht besser, der Truckstop war ziemlich voll und ich beschloss mich zunächst noch mal unter meine warme Bettdecke zu verkriechen, bis es etwas ruhiger wurde, was es dann so gegen 9 Uhr auch tat.

Nach einem wohltuenden Frühstück im Truckstop begab ich mich zur Entladenstelle. Auf meinem Qualcomm-Satellite ging dort dann die Nachricht für eine neue Ladung ein. Die sollte diesmal aber nicht in Michigan, sondern in Wisconsin geladen werden. Für mich hieß das nun ca. 450 Kilometer Leerfahrt bis zur Ladestelle hinter mich zu bringen.
Bei teilweise glatter Fahrbahn ist es ohne Gewicht auf den Drives natürlich nicht so angenehm. Trotzdem ging es, wie man auf dem Bild im Blog erkennen kann, bei 55 Meilen pro Stunde mit dem Cruise Control (Tempomat) ganz gut. Ich hatte ja auch Zeit, der Ladetermin war ja erst am Montag um 18:00 Uhr geplant.
In Indiana war dann der Schnee verschwunden und die Sonne kam raus. Auch in Illinois lief alles prima. Während ich nun diese Zeilen schreibe, mache ich einen Reset (große Pause) in South Beloit, IL auf dem Flying J Truckstop und habe fast das Gefühl, das hier der einzige Ort in Nord-Amerika ist, an dem noch kein Schnee liegt.

Canada ist ja mittlerweile unter einer weißen Schneedecke verschwunden, da bin ich gespannt wie es weiter geht. Meine Ladung geht nämlich rauf nach Alberta und andere Kollegen berichteten bereits vom Schneechaos. Ich wette, die übertreiben mal wieder, denn bis der Amperebear über die Strecke fegt, ist dort sich wieder alles trocken.


Hier noch ein wichtiger Tip für die Reise durch Winter-Wonder-Land-Canada:
Solltet ihr trotz gutem Gewicht auf den Antriebsachsen eurer Trucks mal den winterlichen Wetterverhältnissen zum Opfer fallen und im Nirgendwo im Stau stecken oder selbst feststecken, ich sorge immer dafür, dass die Dieseltanks und mein Kühlschrank gut gefüllt sind. Das gleiche empfehle ich auch jedem anderen. Man sollte eben auch auf das Unvorstellbare vorbereitet sein. In der Winterzeit
sollte man auch zusätzliche Decken und eventuell Kerzen oder Gaskocher im Truck lagern. Wenn ihr in der kanadischen Prärie weit ab von jeglicher Zivilisation einen Breakdown erleidet, dann seit ihr wohl möglich für längere Zeit auf euch allein gestellt. Bei einem plötzlich einsetzenden Schneesturm könnte das eurer vorzeitiges
Ende bedeuten, falls ihr nicht ein wenig Vorsorge getroffen habt.

Wenn niemand anderes durch den Sturm kommt, dann sicher auch keine Rettungskräfte. Das letzte, was in Kanada passieren könnte, ist so eine Situation, wie sie im Winter 1978 bis ’79 in Norddeutschland stattfand. Damals hatten Bergepanzer der Bundeswehrmacht die Autobahnen freigeschoben und eingeschneite Verkehrsteilnehmer wurden mit Essen und heißen Getränken versorgt.

In Nord-Amerika, speziell aber in Kanada, kann es noch viel kälter werden und die Flächen sind wesentlich größer. Bis da dann mal einer vorbeikommt, könnte man bereits erfroren sein, falls man sich nicht entsprechend vorbereitet hat.

Ansonsten hoffe ich auf ’nen guten Rutsch und wenn das Wetter
mitspielt, driving home for Christmas .....