Mittwoch, 22. September 2010

Truckin` Trans Canada Highway Saskatchewan

Dieser Verkehr in Saskatchewan`s Rush Hour ist doch immer wieder erstaunlich.
Hier ein kurzes Intermezzo aus Calgary / Winnipeg including 4 drops in 13h Fahrzeit. Da hat mir doch neulich ein Kollege einen Witz erzaehlt: Warum sind Bison`s Freightliner Trucks auf dem Highway rueckwaerts schneller unterwegs als vorwaerts ?


Die Antwort ist einfach, die haengen am Tow Truck !




Mittwoch, 15. September 2010

American Sunset / the freak weather

Als ich in Kansas auf der I70 westbound richtung Colorado unterwegs war erfreute ich mich des schoenen Sonnenuntergang nach einem genauso schoenen Tag.
Ich wusste noch nicht was mich hinter diesem super tollen Sunset erwartete.
Vor Grainfield bin ich noch auf die Rest Area raus und wunderte mich ueber den zunehmenden Wind. Zurueck auf der Interstate 70 ahnte ich dann was da auf mich zu kam. Tausend Blitze erhellten den Himmel und einige schlugen in die Erde ein. Ab jetzt saugte ich die updates des National Weather Service auf, welche nun in immer kuerzeren Abstaenden im Radio gesendet wurden. Dann hagelte es Golfball grosse Eisbrocken.

Der National Weather Service meldete einen Tornado ungefaehr 6 miles suedlich von mir in Winona County mit staendig wechselnder Richtung. Das dumme an einem Tornado in der Nacht ist das man ihn fast nicht erkennen kann. Als der Hagel runter kam stoppte ich auf der Interstate und konnte froh sein das nicht mehr beschaedigt war als nur die Scheibe und ein Scheinwerfer. Als der Hagel nachliess entfernte ich mich so schnell es ging aus dieser Region. In Colorado wurde das Wetter besser aber die den Himmel erhellenden Blitze konnte ich noch im fast 200km entfernten Limon Colorado auf dem Truckstop sehen.
Abenteuerlich sind auch immer wieder meine neu entdeckten shortcuts durch das Outback von Wyoming welche bei Sonnenschein aber sehr reizvoll sind.
Nach Regen, Hagel und Sturm wird es Zeit fuer etwas Sonnenschein. Der naechste Winter steht schliesslich schon quasi vor der Haustuer.
Ich crosste dann die Stateline nach Montana und ab gings im Tiefflug nach Calgary, Alberta.





Donnerstag, 9. September 2010

It`s Raining Men - Hallelujah
















Was soll ich sagen? Der Trip fing schon mit leichten Regenfällen an.
In International Falls liefen die Officer in Shorts umher und die Sonne kam kurz raus. Kurz, sehr kurz. Denn gleich hinter der Grenzstadt fing es wieder an zu schütten was die Wolken hergaben, und da war reichlich Wasser drin.
Interstate Trucking funktioniert hier in den USA übrigens auch bei Regen auf drei Fahrspuren.















Zwischendurch sah es besser aus aber auch einige hundert Meilen entfernt wollte Petrus nicht den Wasserhahn zudrehen.

Portage Ave. Winnipeg, MB

Als ich noch in Winnipeg war (hier die Portage Avenue) hörte ich irgendwas von Sonnenschein im Radio, welcher sich jedoch noch hinter dieser grauen Wand aus Regen versteckte.
Egal, die neuste Countrymusic läuft sowieso und damit kann man sich wenigstens die Restlaune erhalten.















Seit Wochen läuft hier in den Coutrycharts der Hit von Luke Bryan, Rain is a good thing. Der Song ist ja nicht schlecht aber irgendwann reicht es. 
Ich will hier schließlich keine Blumen gießen.















Dann folgt Alberta Bound - ich möchte Paul Brandt mal auf seinem Pick up sehen, wie er bei dem Wetter durch Alberta braust. "Doesn't matter where I go"?
Nein mein lieber, hier regnet es überall.















Waehrend Safeway an mir vorbei rauscht habe ich den Kontakt zur Countrywelt verloren und höre nun für die nächsten zwei Stunden Oldie`s.
Naja, das ist ja auch mal ganz schön aber was höre ich da: BJ Thomas -
Raindrops Keep Falling on my Head !















Na was solls, ich singe mit. Der Sunshine Reggae von Laid Back würde jetzt bestimmt auch nichts an meiner Laune ändern.















Die Weather Girls folgen nach ein paar belanglosen Platten und trällern mir "It`s Raining Men" in meine Ohren.
Ach, denke ich, ist das wahr?















Wird endlich wieder Zeit für einen Trip in den sonnigen Süden.
Noch was neues vom Flying J: In Black River Falls sollte ich eines Morgens meinen Kaffee bezahlen, die Frequent Fueler Card würde nun nicht mehr gültig sein. Wie bitte? Laune auf dem Nullpunkt! 

Zwei Tage später kam ich wieder und bat um ein klärendes Gespräch mit dem Supervisor. Da war wieder alles in Butter. Der Flying J hat nun wie beim Pilot alle Einkäufe im Truckstop auf ein Punktesystem umgestellt. Punkte gibt's beim tanken und der Kaffee bleibt gratis. Na dann kann meine Laune ja langsam wieder besser werden und ganz nebenbei, das Wetter auch.

Dienstag, 7. September 2010

Whiteshell Provincial Park Manitoba

Auf einem meiner Trips nach Illinois/USA startete ich in Beausejour, Manitoba bei kuehlem kanadischen Regenwetter. Beausejour liegt etwas Nord/Ost von Winnipeg und so entschied ich mich fuer das Bordercrossing in International Falls, Minnesota.
Also hab ich den shortcut ueber den Highway 44 bis an die Ontario Province Border ausgewaehlt. Der fuehrt naemlich direkt durch den Whiteshell Provincial Park welcher mich bei Regenwetter irgendwie an das deutsche Sauerland erinnert.
Bis auf ein paar Bieber die an ihren Staudaemmen bauen waren hier nicht viele Einheimische anzutreffen obwohl auf den Road signs ausdruecklich vor Moose und Bear gewarnt wird, aber bei diesem Wetter geht ja niemand auf die Strasse, nicht mal die.





Ein Slogan mit dem der U.S. Bundesstaat Michigan wirbt waere hier mehr als zutreffend:
PURE NATURE !

Samstag, 4. September 2010

Lead Me !



Sanctus Real - Lead Me

Sonntag, 29. August 2010

Eastbound and down ....

... loading up and trucking. Soweit der Song von Jerry Reed. Zu meinen Favoriten unter den eastbound routes gehoert natuerlich die Interstate von Fargo, ND nach Chicago, IL.

Auch Jade benutzt diese Strecke sehr oft und so kommt es, das man auf den Truckstops Kollegen trifft, die man in Winnipeg sonst das ganze Jahr nicht sieht. Auf so einem Tanker mit 18 speed Fuller hatte ich damals mit Henry auch einen Road Test gemacht. Wie auch immer, die Raeder drehen sich.



Manchmal muss man aber auch anhalten. Zum Beispiel wenn der Kuehlschrank leer ist. Ich fahr dann meistens am Walmart Supercenter in Lake Delton, Wisconsin raus. Die Parkplaetze sind gross genug und ich bekomme alles was ich brauche.

View Larger Map

Den ALDI lass ich lieber links liegen, in diesem Fall rechts.
In Chicago gibt es vor der Toll Bridge nach Indiana auch noch Fastfood vom Schotten auf dem Mittelstreifen.
I80 eastbound richtung Cleveland, Ohio und dann down zum Kunden.

Wie der Snowman in seinem Kenworth so fuehl ich mich manchmal auch, aber selbstverstaendlich ohne Bier im Trailer und ohne den klaeffenden Fred im Truck.

Donnerstag, 19. August 2010

Canada Roundtrip

Live Unload in Calgary, Alberta.
In 30 Minuten war mein Trailer entladen. In der Zwischenzeit ging auch das Load offer fuer die naechste Ladung im Sattelite ein. Also mal wieder ein Rundtrip durch die Kornkammer Canada`s.

In Canada darf ich jeden Tag 13 Stunden fahren bei 16 Stunden Arbeitszeit. So ein langer Tag muss natuerlich auch entschaedigt werden aber dafuer gibts hier ja die absolut verkehrsfreien Sonnenuntergaenge welche zur Entspannung beitragen.

Die Produkte Canada`s sind vielseitig. Einen Hauptanteil aller Ladungen macht aber das Geschaeft mit Waren aus welche hier auf den Feldern wachsen. Korn und Weizen geht hier in Massenware mit der Eisenbahn auf die Reise. Den Rest fahren wir mit unseren Trucks. In loser Schuettung fahren das meistens die Kollegen mit den Super B Trains waehrend wir Sackware oder Big Bag`s auf Palletten mit unseren Dry Van Trailern zum Kunden fahren.

Bei den riesigen Feldern hier sind natuerlich auch die Erntemaschinen groesser. Hier faehrt gerade eine kleine auf einem Highway in Manitoba.
Und runter mit der Ladung. Selbstverstaendlich wird jede Fracht vom Kunden sofort nach der Ankunft entladen. Wartezeiten sind selten.
So kann ich meine anschliessende Pause auf dem Truckstop geniessen und anschliessend wieder frisch ausgeruht in ein neues Abenteuer starten.





Sonntag, 15. August 2010

The Way is the Target !

Wenn es in Texas mal keine Ladung gibt dann macht das doch nichts. Schliesslich haben wir doch unsere Stammkunden in Oklahoma und so habe ich mal eben mehr als 600 leere km bis nach Tulsa abgerollt um dort in der Nacht einen vorgeladenen Trailer fuer Alberta zu übernehmen.


Gut das 600 Kilometer hier mal eben machbar sind. Ich erinnere mich noch gerne an eine der besten deutschen Speditionen fuer die ich vom westfälischen Harsewinkel nach München 600km in 8 Stunden zurücklegte. Wenn ich jetzt sage das es anstrengend war dann lachen die Amerikaner wahrscheinlich darüber aber so erkennt der Weltbewohner schnell wie klein Deutschland ist.

600km sind hier in Nord Amerika nicht wirklich weit und nach 6 Stunden Fahrzeit habe ich nicht nur die Ladestelle erreicht sondern mich auf die restlichen 3000km nach Calgary gefreut. Von Tulsa in Oklahoma bis Calgary in Alberta ist das übrigens fast in zwei Tagen zu machen. Am dritten Tag kann man beim Kunden entladen, vorausgesetzt es verbleiben genug Wochenstunden.
Ich bin eigentlich ganz froh darüber, das wir hier so einen Müll wie die Fahrerkarte aus Europa nicht haben.

Auch vom stetig wachsenden europäischen Autoverkehr sind wir hier weit entfernt. Wenn man mal die grossen Städte ausklammert, dann wird die Überlandfahrt zum Vergnügen und der Trucker trägt zu Recht den Titel Over the Road Truck Driver.
Nicht vergessen :
Der Weg ist das Ziel.
Wann man irgentwo ankommt entscheidet nicht zuletzt eine gute Planung aber dennoch, ohne den ersten Schritt zu wagen wird das nie was werden.
Wenn ich die Bier Marke wechsel, dann fülle ich den Inhalt ja nicht in die alte Flasche. Das ist auch der Grund, warum ich mich hier von den deutschen distanziere. Warum also zu ALDI rennen wenn der Wal Mart um die Ecke liegt ?
Ich trinke sowieso kein Bier und die Flaschen können mich gerne da wo sie den ganzen Tag sitzen, an der Kiste.
Hiermit sende ich beste Grüsse an alle Freunde und daheim gebliebenen. Schreibt doch mal wieder etwas ins Gästebuch. Dafür ist es ja da.

Mittwoch, 11. August 2010

Stormy Texas Trip

Im Anschluss an einen drei Tage Trip nach Illinios folgte nach einem schnellen Reset in Winnipeg ein Trip nach Texas. Ein kurzer Blick auf die Adresse des Kunden und der Trip war geplant.
Der Sonntag war morgens um acht Uhr noch ruhig und ich goennte mir ein grosses Fruehstueck im Flying J in Headingley. Dann ging es ab auf den Highway. Bordercrossing in Pembina, alles lief nach Plan und der war gut.

Als ich am Nachmittag Sioux Falls in South Dakota erreichte, donnerte der erste Thunderstorm des Tages ueber den Truckstop hinweg. Im Radio wurde bereits vor heftigen Stuermen mit Tornados fuer das Gebiet um Iowa und Nebraska gewarnt. Da das auf meiner Route lag endschied ich mich nach einer kurzen Pause weiter zu fahren um mein Tagesziel in Gretna, Nebraska, fruehzeitig erreichen zu koennen. Doch die Stuerme zogen aus dem Westen ueber das Land und so fuhr ich durch einige heftige Unwetter.
Jetzt wurde auch im CB Radio vor Tonados gewarnt. Ich war froh als ich diese Sturmfront hinter mir hatte.

In Gretna auf dem Flying J liess ich dann mal den Sturm in Ruhe und erfreute mich am Buffet des Restaurants. Kaum wollte ich es mir in meiner Kabine gemuetlich machen, da wackelte Kollege Sturm schon wieder an meinem Truck. Diesmal war es wirklich ein Tornado der aber in sicherer Entfernung am Truckstop vorbei zog. Nur mein Fendermirror (der kleine runde am rechten Kotfluegel) hielt dem Wind nicht stand und riss ab.
Der naechste Tag war wieder wunderschoen, also ab in den Sueden nach Oklahoma. Denn wenn ich schon mal die Gelegenheit habe ueber die Interstate 35 nach Dallas zu fahren dann wird natuerlich auch bei Bernd und Judy uebernachtet.

Der Sheriff war auch zum Fruehstueck da und so gab es auch noch ein Bild von seinem Pick Up.

Nun wo Bernd seine Einfahrt vergroessert hat kann ich bequem mit dem Truck und Trailer auf sein Gelaende fahren, ohne erst meine Trailerachsen nach vorne schieben zu muessen.

Wie das aber immer so ist, die Arbeit ruft und da muss ich zurueck auf den Highway, natuerlich nicht ohne etwas von Judy`s selbstgebackenen Schokoladenkuchen mitzunehmen.




Dallas in Texas. Nach neun Uhr am Morgen ist die rush hour vorbei und es laeuft ganz gut durch die grosse Stadt.
























Hier ueberholt mich Walt mit seinem Dodge. Wer ebenfalls Ham Radio als sein Hobby bezeichnet, weiss natuerlich wer Walt ist. seine Adresse steht ja quasi auf seinem License Plate. Wer sich damit nicht auskennt kann ja mal nach seinem Call Sign googlen. Mir ist sofort die grosse Kurzwellen-Antenne auf der Box seines Pick Up`s aufgefallen. Die koennte im 80 Meter Bereich zum Einsatz kommen.

Zwei Stunden spaeter war ich dann auch beim Kunden, der sofort den Trailer endlud. Und wenn ich hier das Wort sofort verwende, dann meine ich das auch so. Bei einer Aussentemperatur von 100 Grad Fahrenheit brauchte der Staplerfahrer nur 3 Minuten bis der Trailer leer war. Von wegen Mexicaner arbeiten langsam, der hier war genauso stuermisch wie dieser Trip.

Samstag, 31. Juli 2010

Keep on moving Trucker

Manche Zeit sollte jeder einmal sein eigenes Spielgelbild ansehen und sich fragen ob alles noch wie geplant an der richtigen Stelle ist. Die Veraenderungen im Leben koennen sehr gut sein so lang man die richtigen Entscheidungen trifft. Falsche Entscheidungen koennen den Schuss nach hinten abfeuern. Richtige Entscheidungen ueberwiegen ganz klar im Spiegelbild und sagen Dir das alles in Ordnung ist.
Jeden Tag stehen wir vor neuen Entscheidungen und Herrausforderungen die einem niemand abnehmen kann. Hoert man auf die falschen Freunde kann man auch sein eigenes Spiegelbild vergessen denn dann ist der Blick nicht mehr zu gebrauchen.
Ich habe inzwischen polierte Alu Felgen auf meinen steers und der Truck wirkt shiny und clean. Dieser Eindruck kommt auch von meinen Freunden und so sagt mir auch mein Spiegelbild das der Weg nach vorne frei ist.
I love this Life and there is even somebody out there saying he is a Good Man.
thank you God bless and don`t worry about anything.